IM-WALD-SEIN® Institut | Zertifiziertes Partnernetzwerk

Zertifizierte Partner:innen: Klinische Waldtherapie und Waldbaden in Kliniken, Praxen und gesundheitsbezogenen Anwendungsbereichen

Wir bauen ein wachsendes Netzwerk zertifizierter Partner:innen auf. Hier stellen wir Einrichtungen vor, die Waldtherapie und Waldbaden passend zu ihrem Anwendungskontext gemäß den Qualitätskriterien des IM-WALD-SEIN® Instituts für Waldmedizin und Waldtherapie umsetzen.


Zum Start zeigen wir unsere zertifizierten Klinikpartner  im Bereich Klinische Waldtherapie. Zertifizierte Partnerpraxen und weitere Partner:innen aus gesundheitsbezogenen Anwendungsfeldern folgen schrittweise.


Im klinischen Bereich erfolgt die Zertifizierung in Kooperation mit der International Society of Nature and Forest Medicine (INFOM). Der strukturierte Zertifizierungsprozess mit klaren Phasen und Kriterien dokumentiert, dass eine Einrichtung die jeweilige Programmlinie nicht nur anbietet, sondern fachlich abgestimmt, nachhaltig und qualitätsgesichert implementiert. Das schafft verlässliche Qualitätsstandards, die für Nutzer:innen, Anwender:innen und Verantwortliche in der Praxis den entscheidenden Unterschied machen.


Entdecken Sie unsere Klinikpartner:innen in der Klinischen Waldtherapie.

Sana Kliniken Sommerfeld Psychosomatische Fachklinik Sonneneck
Klinischer Waldtherapieweg mit Stationen. Beispiel für zertifizierte Umsetzung von Waldtherapie in einer Rehabilitationsklinik

Verlässlich. Evaluierbar. Saklierbar

Die IWSI-Zertifizierung: Qualitätsstandards für Waldtherapie und Waldbaden

Naturbasierte Gesundheitsangebote wie Waldbaden und klinische Waldtherapie entwickeln sich in Deutschland dynamisch. Gleichzeitig existieren bislang keine allgemein verbindlichen Standards  für Umsetzung, Qualifizierung und Qualitätssicherung. Gleiches gilt für Kurse und Fortbildungen: Inhalte, Umfang, methodische Struktur und Qualifikationsnachweise sind sehr heterogen.


Damit sich das Feld langfristig wissenschaftlich fundiert und qualitätsorientiert  weiterentwickeln kann, braucht es referenzfähige Qualitätsrahmen, die die Anwendung nachvollziehbar strukturieren. Das IM-WALD-SEIN® Institut für Waldmedizin und Waldtherapie definiert deshalb einen institutseigenen, übergreifenden Standard für die Arbeit seiner Akademie und für Partnerprojekte. Die IWSI-Zertifizierung dokumentiert, dass ein Programm nicht nur angeboten, sondern fachlich abgestimmt, strukturiert, nachhaltig und qualitätsgesichert implementiert ist.


Ziel ist es, wald- und naturbasierte Angebote so zu gestalten, dass ihre Anwendung vergleichbar, evaluierbar und skalierbar wird. Skalierbar bedeutet hier: Ein Ansatz kann unter unterschiedlichen Rahmenbedingungen – etwa Einrichtungstyp, Zielgruppen, Teamstruktur oder Standort – reproduzierbar umgesetzt und qualitätsgesichert übertragen  werden, ohne dass die fachliche Substanz verloren geht.


Auf dieser Grundlage lassen sich Wirkungen und Ergebnisse systematisch erfassen und über Projekte hinweg verlässlich einordnen.

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Was die Zertifizierung in der Praxis leistet

Die Zertifizierung schafft einen gemeinsamen Qualitätsrahmen für wald- und naturbasierte Gesundheitsangebote. Sie macht sichtbar, nach welchen Kriterien Programme entwickelt, umgesetzt und überprüft werden. Der Rahmen verbindet praktische Erfahrung aus Implementierungsprojekten mit wissenschaftlichen Erkenntnissen aus Natur-, Gesundheits- und Stressforschung. Dadurch können Programme so strukturiert werden, dass ihre Umsetzung nachvollziehbar bleibt und ihre Anwendung dokumentiert und ausgewertet werden kann. So entsteht Orientierung für alle Beteiligten – unabhängig davon, ob Angebote in Kliniken, Praxen, Unternehmen oder anderen gesundheitsbezogenen Kontexten umgesetzt werden. Damit leistet die Zertifizierung einen Beitrag zur Qualitätstransparenz und zur strukturierten Weiterentwicklung naturbasierter Gesundheitsangebote in Deutschland.



Für Nutzer:innen

  • Orientierung über geprüfte Angebote und Qualitätsstandards
  • Strukturierte Nutzung mit klar beschriebenen Abläufen und Grenzen
  • Transparenz über geprüfte Einrichtungen und Programme

Für Anwender:innen

  • Klar definierte Methodik und Programmlogik
  • Konsistente Umsetzung innerhalb von Teams und Einrichtungen
  • Strukturiere Dokumentation und Weiterentwicklung der Anwendungspraxis

Für Verantwortliche

  • Nachvollziehbare Qualitätskriterien für Entwicklung und Implementierung
  • Klare Rollenverteilung im Partnernetzwerk
  • Grundlage für Evaluation und langfristige Qualitätsentwicklung

Übergreifend

  • Höhere Vergleichbarkeit von Programmen und Projekten
  • Bessere Übertragbarkeit in unterschiedliche Einrichtungen und Kontexte
  • Systematische Erfassung von Wirkungen und Ergebnissen
  • Beitrag zur strukturierten Weiterentwicklung wald- und naturbasierter Angebote in Prävention, Therapie und allgemeiner Gesundheitsförderung
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Transparent. Überprüfbar. Valide

Zertifizierungsprozess für Waldtherapie und Waldbaden: Aufgaben und Zuständigkeiten

Transparente Zuständigkeiten und eine klare Trennung von Projektarbeit, Entwicklung und Zertifizierung führen zu nachvollziehbaren Standards unnd bilden die Grundlage für eine konsistente Umsetzung und prüfbare Qualitätssicherung.

Projektpartner:innen

Projektpartner:innen sind die jeweiligen Einrichtungen vor Ort.

Sie stellen den räumlichen und inhaltlichen Anwendungskontext, integrieren das Waldbaden- oder Waldtherapieangebot in ihre Strukturen und verantworten die praktische Umsetzung im Betrieb.

Entwicklungspartnerin

Entwicklungspartnerin ist die IM-WALD-SEIN® Akademie (IWSA).
Sie entwickelt das Anwendungsdesign und unterstützt die fachliche Entwicklung und Implementierung, u.a. durch Methodik, Materialien, Personalqualifizierung, Prozessbegleitung und Praxistransfer.

Zertifizierungspartner

Zertifizierungspartner ist das IM-WALD-SEIN® Institut (IWSI).

Es verantwortet den Qualitätsrahmen und die Prüfung im Rahmen der Zertifizierung;
im klinischen Bereich in Kooperation mit der International Society of Nature and Forest Medicine (INFOM).

Strukturiert. Standardisiert. Übertragbar

Zertifizierungsprozess für Waldtherapie und Waldbaden: Ablauf in vier Schritten

Der Zertifizierungsprozess folgt einem klar strukturierten Ablauf. Er verbindet fachliche Entwicklung, standortbezogene Umsetzung und unabhängige Prüfung. So entsteht ein nachvollziehbarer Weg von der ersten Projektidee bis zur zertifizierten Implementierung.

01 Kontext- und Standort-Check →

Rahmenbedingungen und Anwendungskontext werden gemeinsam analysiert. Dabei wird geprüft, wie sich das Programm sinnvoll und nachhaltig in bestehende Strukturen integrieren lässt.


  • Analyse von Zielgruppen und Anwendungsbereichen
  • Bewertung räumlicher Voraussetzungen und Naturraum
  • Einbindung in bestehende Therapie-, Gesundheits- oder Angebotsstrukturen
  • Klärung organisatorischer Verantwortlichkeiten
  • Definition der Projektziele und Rahmenbedingungen

02 Konzept und Standards →

Auf Grundlage der Standortanalyse wird das Programm fachlich ausgearbeitet und an den jeweiligen Kontext angepasst. Aus einer Idee wird ein klar nutzbares Format.


  • Entwicklung bzw. Anpassung des Programmdesigns
  • Definition von Inhalten, Ablaufstruktur und methodischen Elementen
  • Festlegung der therapeutischen bzw. gesundheitsbezogenen Zielsetzung
  • Erstellung von Materialien und Dokumentationsstrukturen
  • Abstimmung mit bestehenden Angeboten und Abläufen

03 Implementierung und Pilotierung →

Das Programm wird im praktischen Betrieb eingeführt und in bestehende Strukturen integriert. Eine Pilotphase ermöglicht es, Erfahrungen aus der Praxis systematisch auszuwerten.


  • Einbindung der verantwortlichen Anwender:innen
  • Einführung in Ablauf, Struktur und Inhalte des Programms
  • Umsetzung unter realen Praxisbedingungen
  • Begleitende Dokumentation und Erfahrungssammlung
  • Anpassung und Feinjustierung der Umsetzung

04 Audit und Zertifizierung →

Nach der Implementierungsphase erfolgt die formale Prüfung der Umsetzung anhand definierter Qualitätskriterien. Das Audit überprüft Struktur, Integration und Dokumentation der Umsetzung.


  • Prüfung der strukturellen und fachlichen Umsetzung
  • Bewertung der Integration in die bestehenden Strukturen
  • Überprüfung der Dokumentation und Qualitätskriterien
  • Audit durch den Zertifizierungspartner
  • Vergabe der Zertifizierung bei erfüllten Anforderungen


  • Die Zertifizierung dokumentiert, dass ein Programm strukturiert entwickelt, standortbezogen implementiert und qualitätsgesichert umgesetzt wurde.

Transparent. Auf den Punkt gebracht

FAQ: Klinische Waldtherapie in der Praxis

Hier beantworten wir die häufigsten Fragen rund um Klinische Waldtherapie, Klinischen Waldtherapieweg, Waldbaden, Implementierung und Dokumentation für Vorsorge-, Reha- und Kureinrichtungen. Für weitere Fragen, auch zum Kostenrahmen, lassen Sie uns kurz sprechen – Sie erhalten eine klare Einordnung und die nächsten sinnvollen Schritte.

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  • Gibt es in Deutschland verbindliche Standards für Waldtherapie oder Waldbaden?

    Aktuell gibt es in Deutschland keine einheitlich verbindlichen Standards für Inhalte, Qualifizierung und Qualitätssicherung im Bereich Waldtherapie und Waldbaden. Die IWSI-Zertifizierung schafft deshalb einen institutseigenen Qualitätsrahmen für die Arbeit mit Partnern, der Programme strukturierbar, prüfbar und weiterentwickelbar macht.

  • Warum wird im Bereich Waldtherapie zunehmend über Standards gesprochen?

    Mit der zunehmenden Verbreitung naturbasierter Gesundheitsangebote wächst auch der Bedarf an nachvollziehbaren Qualitätskriterien. Standards können helfen, Programme vergleichbar zu machen, fachliche Qualität zu sichern und langfristig eine evidenzbasierte Weiterentwicklung des Feldes zu unterstützen.

  • Wer darf Waldbaden oder Waldtherapie anbieten?

    Waldbaden und Waldtherapie sind keine gesetzlich geschützten Berufsbezeichnungen. Grundsätzlich können daher unterschiedliche Anbieter:innen Formate entwickeln. Rechtlich relevant wird es insbesondere dort, wo Angebote als Behandlung von Krankheiten verstanden oder beworben werden. Die IWSI-Zertifizierung setzt hier nicht „Zulassung“, sondern einen Qualitätsrahmen für Struktur, Umsetzung und Prüfung.

  • Was bedeutet „Zertifizierung“ beim IM-WALD-SEIN® Institut für Waldmedizin und Waldtherapie?

    Waldtherapie ist Therapie im klinischen Sinn, wenn sie zielgerichtet und dosierbar ist: Maßnahmen werden in Dauer, Intensität und Belastungsniveau geplant und bei Bedarf angepasst. Dazu kommen klare Verantwortlichkeiten, ein Sicherheitsrahmen sowie Dokumentation und Qualitätssicherung. So wird der Wald zum therapeutischen Wirkraum – planbar, sicher und im Klinikalltag nachvollziehbar.

  • Was wird im Rahmen der Zertifizierung grundsätzlich geprüft?

    Geprüft wird, ob Programmdesign, Umsetzung und Rahmenbedingungen den definierten Qualitätskriterien entsprechen. Dazu zählen insbesondere Struktur und Ablauf, Rollen und Verantwortlichkeiten, Materialien und Kommunikation, Dokumentation sowie die standortbezogene Implementierung im jeweiligen Anwendungskontext.

  • Wie läuft der Zertifizierungsprozess ab?

    Der Prozess folgt einem strukturierten Ablauf: Kontext- und Standortcheck, Konzept und Standards, Implementierung und Pilotierung sowie Audit und Zertifizierung. So entsteht ein nachvollziehbarer Weg von der Projektidee bis zur geprüften Implementierung.

  • Wer ist im Partnernetzwerk wofür verantwortlich?

    Projektpartner sind die Einrichtungen vor Ort und verantworten die praktische Umsetzung. Entwicklungspartner ist die IM-WALD-SEIN® Akademie (IWSA) und begleitet Entwicklung, Qualifizierung und Implementierung. Zertifizierungspartner ist das IM-WALD-SEIN® Institut (IWSI) und verantwortet Qualitätsrahmen, Kriterien und Audit. Im klinischen Bereich erfolgt die Zertifizierung in Kooperation mit INFOM.

  • Wie kann die Wirkung naturbasierter Gesundheitsangebote untersucht werden?

    Wirkungen können beispielsweise über strukturierte Dokumentation, standardisierte Fragebögen oder wissenschaftliche Studien erfasst werden. Wenn Programme nach klaren methodischen Strukturen umgesetzt werden, lassen sich Ergebnisse über verschiedene Projekte hinweg besser vergleichen und einordnen.

  • Wie lange dauert eine Zertifizierung typischerweise?

    Die Dauer hängt vom Anwendungskontext, dem Reifegrad des bestehenden Angebots und den Abstimmungsprozessen vor Ort ab. Der Zertifizierungsprozess umfasst mehrere Phasen – von Kontext- und Standortcheck über Konzeptarbeit und Implementierung bis zum Audit. Im Beratungsgespräch klären wir die Rahmenbedingungen und definieren realistische Meilensteine für den jeweiligen Kontext.

  • Wie können Einrichtungen eine Zertifizierung anfragen?

    Einrichtungen oder Organisationen, die wald- und naturbasierte Gesundheitsangebote qualitätsgesichert entwickeln oder implementieren möchten, können ein Beratungsgespräch anfragen. In diesem Gespräch werden Anwendungskontext, Zielgruppen, Rahmenbedingungen und mögliche Schritte im Zertifizierungsprozess besprochen.